Archiv September, 2016

In ihrer zweiten gemeinsamen Erklärung fordern Aaron und Balu, unsere zwei vom Staat gefangengehaltenen Gefährten: Ausdauer und Konsequenz im Kampf.

Revolutionäre Betätigung ist kein Beruf oder Hobby sondern ein Schwur der Solidarität. Die beiden sollen wissen, dass hier im Kiez der Kampf nicht ruht. All unsere Betätigung bezieht sich unmittelbar auf unsere gemeinsame Sache. Deswegen sind Aaron und Balu nicht nur auf den Wänden und in Flyern im Kiez mit uns, sondern auch in unseren Herzen.

Das steht an:

Am nächsten Samstag wird sich die Rigaer94 an der festlichen Kundgebung in der Rigaer Straße beteiligen. Wir rufen alle dazu auf, mit ihren Ideen und Mitteln dazu beizutragen. Los geht es um 14 Uhr zwischen Bersarinplatz und der Kampfbaustelle Rigaer 71-73, die natürlich uns gehört und nicht diesem schmierigen Christoph Gröner. Mehr Infos zum Fest: https://nordkiezlebt.noblogs.org/

Am selben Tag findet der widerliche Nazi-Marsch fürs Leben statt. Vor unserem Kiezfest, um 12 Uhr treffen wir uns daher am S-Bhf. Anhalter Bahnhof, um den christlichen Fundamentalismus mit unserem offensiven Feminismus zu konfrontieren. Infos: https://whatthefuck.noblogs.org/aufruf2016/

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  • Gemeinsamer Aufruf der Ohlauer Schule, der O-Platzbesetzer*innen und der Rigaer 94

    Ganz egal wie die Wahlen am 18.September zum Berliner Abgeordnetenhaus und den Bezirksverordnetenversammlungen ausgehen, jede Partei und alle Politiker*innen werden die kapitalistische Stadt weiter schützen. Um die bestehende Ordnung aufrecht zu erhalten, ist ihnen kein Cent zu schade. Das wird offensichtlich bei dem Blick auf die Kosten und den Aufwand, der betrieben wird, um emanzipatorische und widerständige Projekte los zu werden. Anstatt sozialen Wohnungsbau zu fördern oder Wohnungen für Geflüchtete zu mieten, werden Millionen für illegale und wochenlange Polizeieinsätze, Überwachung und Kontrolle ausgegeben.

    In der Ohlauer-Schule gibt es nachwievor nur eine Dusche, oft nur kaltes Wasser, Bewohner*innen dürfen keine Besucher*innen bekommen und sind ständig der Willkür der Securitys ausgesetzt. Die Methode, mit der drei Wochen lang versucht wurde die Bewohner*innen der Rigaer Straße 94 zu zermürben, hält in der Schule nun schon zwei Jahre an. Akut laufen gegen beide Projekte Räumungsklagen. Während bei der Schule diese vom Bezirk, also von den Grünen erhoben wurde, haben im Fall der Rigaer 94 die Polizei bzw. der Innensenat ihre Finger mit im Spiel. Sie animierten den dubiosen Eigentümer dazu, gegen das Haus tätig zu werden.

    Es ist offensichtlich, dass es hier um Unterdrückung derjenigen geht, die für Selbstorganisation und kollektive Kämpfe gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung einstehen. Diejenigen, die für ein selbstbestimmtes Leben kämpfen, sollen verschwinden, unsichtbar gemacht werden und Platz machen für Investor*innen und eine Stadt für Reiche.

    Während in den letzten Monaten einige Politiker*innen sich solidarisch mit der Rigaer 94 erklärten, stehen sie gleichzeitig für die Räumung des Oranienplatz 2014 und die Drohung, die letzten Bewohner*innen der Ohlauer Schule zu vertreiben. Dadurch wird einmal mehr sichtbar, dass es Politiker*innen aller Parteien hauptsächlich um Machtinteressen und nicht um politische Ideale und wirkliche Veränderungen geht.

    Um deutlich zu machen, dass es uns nicht nur um ein paar kleine Zugeständnisse geht und unsere Kämpfe nicht getrennt von einander gesehen werden können, wollen wir gemeinsam auf die Straße gehen. Wir lassen uns nicht gegeneinander auspielen oder spalten. Denn das Problem sind nicht gute oder schlechte Parteien, sondern das System, welches alle von ihnen vertreten.

    Kommt zur Mietenstopp Demo am 10.9.2016 um 14:00 und geht mit uns zusammen für die Idee einer solidarischen und widerständigen Gesellschaft auf die Straße!

    No Border! No Nation! No Gentrification!
    Stop Deportation!

    Ohlauer Schule, O-Platz, Rigaer 94

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  • Seit nunmehr fast einem Jahr ist der Friedrichshainer Nordkiez der Truppenübungsplatz von Henkels Schergen. Faktisch bedeutet das, dass ein kompletter Kiez kriminalisiert und terrorisiert wird. Seien es die unzähligen Übergriffe, Festnahmen, die Schikanen, Durchsuchungen, Beleidigungen und Drohungen die Liste ist lang. Der Staat schlägt um sich. Getroffen werden die, die sich gegen den Ausverkauf der Stadt, Vertreibung, Verdrängung und den kapitalistischen Normalvollzug wehren, organisieren, planen und handeln. Die Festnahmen von Aaron und Balu, die im Verlauf der Demo „Rigaer 94 verteidigen – Investor*innenträume platzen lassen“ am 09.07.2016 verhaftet wurden und seit dem in Untersuchungshaft der JVA Moabit sitzen, verdeutlichen, wie sehr sich der Staat in Zugzwang sieht. Jeder Funken des Widerstands muss im Keim zu erstickt werden.

    Trotz und/ oder grade wegen dieser permanenten Ausnahmesituation, ist der Kiez zusammen gewachsen. Seien es die monatlich stattfindenen Kiezversammlungen, der Austausch untereinander, die Solidarität und die gegenseitige Hilfe. Henkel, Kandt und wie sie alle heißen mögen, haben hoch gepokert und sind tief gefallen mit ihrem Vorhaben, den Kiez zu spalten und zu befrieden. Denn erreicht haben sie exakt eins: genau das Gegenteil. Die Kämpfe um den Nordkiez stehen dabei dennoch exemplarisch für den Kampf gegen die Stadt der Reichen, gegen Aufwertung und Verdrängung und für ein besseres Leben für alle. Denn was hier im Nordkiez verwirklicht wird, ist eben auch der Versuch eines Zusammenlebens, das auf Kollektivität und Solidarität beruht. Genau darum sollte es unserer Meinung nach gehen: Wege zu finden, kollektives und solidarisches Zusammenleben zu entwickeln und umzusetzen, und das in ganz Berlin.

    Dass dieser Weg oft hart und schwer ist, wissen wir nur zur gut. Wir wissen aber, dass ein anderes Leben in einer anders organisierten Stadt nicht nur möglich, sondern zwingend notwendig ist. Eine Möglichkeit, um in gemeinsamen Austausch zu kommen, kann die Demo am 10.09. sein. Nutzen wir die Möglichkeiten, die wir haben, bleiben wir unberechenbar und machen wir ganz Berlin zu einem rebellischen Kiez!

    Auf zur Mietenstoppdemo am 10.09. um 14:00 Uhr am Platz der Luftbrücke! Hinein in den Mietrebell*innen Block!

    ***Vortreffpunkt***

    zur gemeinsamen Anreise aus dem Friedrichshainer Nordkiez: 13:00 Uhr Dorfplatz (Rigaerstraße / Liebigstraße)

    ***Vortreffpunkte aus anderen Kiezen***

    Wedding: 12:30 Uhr Koloniestraße/ Badstraße (gemeinsam mit den kämpfenden Mieter*innen der Koloniestraße) und 13:15 Uhr U-Bhf. Leopoldplatz (U6, Gleis in Fahrtrichtung Alt-Mariendorf)
    Neukölln: 13:00 Uhr Hermannplatz
    ***Aufruf des Demo-Bündnisses***
    http://mietenstopp.blogsport.de/2016/08/22/gemeinsam-gegen-verdraengung-verarmung-und-den-ausverkauf-der-stadt/

    Unsere solidarischen und kämpferischen Grüße gehen auch an die Menschen, die sich am 10.9. den Nazis in Halle, Stade und Göttingen in den Weg stellen!

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