Demo: Ein Herz für linke Terrornester

Brunnen 6/7 und Linie 206 verteidigen!

Es sei an der Zeit, linke Hausprojekte mal wieder zu durchsuchen, sagt der Henkel von der CDU und andere Politiker und die Presse greifen die Hetze gegen die „linken Terrornester“ (BZ) auf, um sich zu profilieren. Wir sagen: Es ist an der Zeit, sich mal wieder auf der Straße zu zeigen!

Denn ja, Hausprojekte sind Teil der linksradikalen Infrastruktur in dieser Stadt. Aber nur ein Teil. Denn die Szene ist weitaus größer und wir wollen mit all unseren Freund_innen und Freunden (auch den nicht linksradikalen) darauf aufmerksam machen, dass der Berliner Innensenator nicht der einzige ist, der uns auf die Nerven geht. Vermieter_innen, Spekulant_innen und Investor_innen sorgen in Berlin in den vergangene Jahren wieder mal vermehrt dafür, dass wir unsere Zeit nicht mit all den Dingen verbringen können, die wir lieber machen. Da wären zum Beispiel die „Küche für alle“ oder die nicht-kommerzielle Kneipe von nebenan, die niemanden ausgrenzen, bloß weil mensch nicht genügend Geld hat. Mal ganz abgesehen Vom Einmischen gegen die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse wie die permanente und gewollte Ausgrenzung von Geflüchteten und dem lange schon überfälligen Kapitalismus…

Wie viele Mieter_innen in dieser Stadt sind auch Hausprojekte von Verdrängung betroffen. In der Brunnenstraße 6/7 hat der Besitzer Gawehn den Verhandlungstisch verlassen und klagt jetzt vor Gericht mehr Profit ein. Damit ist die Zukunft des seit über 20 Jahren bestehenden Hausprojektes ungewiss. Mehr Rendite mit der Miete ist für die Bewohner_innen nicht akzeptabel. In der direkten Nachbarschaft kämpfen die Bewohner_innen in der Linienstraße 206 um den Erhalt ihres Hausprojektes. Aufgrund der „einmaligen Lage“ ist das Haus zum begehrten Spekulationsobjekt mit wechselnden Eigentümer_innen geworden. Die derzeitigen Eigentümer Lippert und Wadler bedrohen die Existenz des Projektes. Alle Versuche, das Haus in Selbstverwaltung zu übernehmen und dem Markt langfristig zu entziehen, sind bisher daran gescheitert, dass sie sich jeglicher Kommunikation oder Verhandlungen verweigern.

Nicht nur wir stellen in dieser Stadt die Eigentumsfrage. Doch in Berlin-Mitte ist diese Entwicklung besonders offensichtlich. Hier wurden ehemalige Mietshäuser bereits überwiegend in Eigentumswohnungen umgewandelt, bei den verbliebenen ist es allein eine Frage der Zeit, damit sich auch die letzten Investor_innen einen Anteil beim Ausverkauf dieser Stadt sichern können. Für viele Wegbegleiter_innen hat sich Mitte längst in einen Ort verwandelt, der irgendwo zwischen Kulisse für Tourist_innen und „Schöner Wohnen“ für Reiche angesiedelt ist. Doch wir sind noch hier und wir haben nach wie vor Lust darauf, unser Leben in den sozialen Bezügen zu leben, die wir aufgebaut haben.

Wir wollen gar nicht jammern, wir wollen die Eigentumsfrage offensiv weiterhin stellen. Mit all den Mieter_innen, die wie wir überzeugt sind: Wohnraum ist keine Ware! Mit all unseren Freund_innen, die wie wir ein Herz für linke Terrornester haben! Und mit all jenen, mit denen wir es in den vergangenen Jahren geschafft haben, dass unserer Kiez nicht nur reich und teuer ist!

Deshalb rufen wir auf zur Demonstration im Herzen der Gentrifizierung mit uns gemeinsam zu zeigen: Unser Herz schlägt gegen den Ausverkauf der Stadt!

Seid dabei am 28. November 2014 um 17 Uhr an der Oderberger Straße /Ecke Kastanienallee!

Wohnraum ist keine Ware!

Zusammen gegen Mietsteigerung, Gentrifizierung und Verdrängung!

Für die Selbstorganisierung aller, die in dieser Stadt leben!

Innenstadt für alle! Es geht auch ohne Henkel!

http://linie206verteidigen.blogsport.de/

http://www.brunnen7.org

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Soliparty

Einladung zur Halloween Soliparty wegen des Kottiverfahrens

Vorbei ist es noch lange nicht…! Nach wie vor läuft das Verfahren weiter gegen die Betroffenen und die Kosten werden nicht weniger. Lassen wir unsere Freunde nicht alleine, denn betroffen sind nur wenige, gemeint sind wir alle. In schaurig schöner Atmosphäre wollen wir mit euch Feiern bei Cocktails und eigener Bowle.

Es legen auf: Matt Dexter(Dupstep/ Techno)
Black Maba (Elektro/ Techno)

Beginn: 22:00 Uhr

Eintritt: Spende

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Offener Brief der Rigaer 94

Liebe Mitbewohner_innen der Gegend, liebe Freund_innen und Genoss_innen


“Anwohner und Unternehmen erwarten zu Recht Schutz und Hilfe vom Staat”, sagte Innensenator Henkel jüngst in der Presse. So dumm diese Erwartungshaltung ist, verspricht sie gleichzeitig ein riesiges Potential für Alternativen zu den herrschenden Zuständen in dieser Stadt. Schliesslich zeugen jahrelange Debatten, Demonstrationen und Widerstandshandlungen beim Thema Gentrifizierung davon, dass sich diese Stadt seit Jahrzehnten in erster Linie vor Mieterhöhung, Zwangsräumung und damit einhergehender Polizeigewalt fürchtet – und nicht vor autonomen Monstern. Auch und besonders hier in Friedrichshain.
 

Zu dieser Stadt, meinen wir, sind die zugezogenen Luxus-Eigenheim-Bauer_innen und die Kommerzscheiße nicht hinzuzurechnen. Wo sie doch diejenigen sind, die davon profitieren, wenn Menschen aus ihrem Kiez vertrieben werden und noch mehr Reiche hinterherziehen. Der Staat hat gegenüber uns längst versagt, und darüber können wir glücklich sein. Er hat versagt, den ansässigen Menschen das zu geben, was sie fordern. Diese Tage offenbaren die Politiker_innen wieder, wie schlecht sie doch eigentlich sind: “Es gibt keinen guten politischen Extremismus, und es gibt vor allem keine gute Gewalt”, so ist es aus den Mündern von Linkspartei bis CDU zu hören, also denjenigen, die regelmäßig ihre Prügelhorden schicken, wenn wir mal ein Lagerfeuer machen, wenn wir uns Wohnraum nehmen ohne zu fragen oder wenn wir einfach nur gegen neue Luxus-Projekte protestieren. Wer in den betroffenen Stadtteilen kennt angesichts dieser Zustände nicht schon lange die klammheimliche Freude, wenn wieder irgendwo eine nächtliche Aktion für empörte Aufschreie aus der Politik sorgt?

Als lebendiger Teil der Rigaer Straße begrüßen wir den Text der Anwohner_innen Initiative, der am 3. Oktober auf Indymedia erschienen ist (https://linksunten.indymedia.org/de/node/123630), weil sie sich nicht damit zufrieden geben wollen, dass mitten unter uns ein Luxus-Palast entstehen soll, der uns nicht nur die schöne Aussicht nimmt, sondern die Mieten auch in die Höhe treiben wird. Er zeigt, dass wir hier auch nicht darauf warten sollten, dass sich Probleme von alleine lösen. Es mag etwas anmaßend klingen, aber was wollen wir machen: Wir fordern die Baugruppe vom ehemaligen Bambiland ultimativ auf, die Baumaßnahmen einzustellen und nicht hierherzuziehen! Wir wollen euch hier nicht!

Mit Spannung müssen wir leider wieder die erhöhte Polizeipräsenz beobachten, die uns die Politik als ihre Antwort auf die städtischen Konflikte präsentiert. Die Angriffe auf Luxusbauten in Kreuzberg halten gerade dafür her, dass eine regelrechte Kriegsrethorik bemüht wird, um uns einzuschüchtern. Allen voran ein Hanswurst der SPD fordert die Stürmung von Hausprojekten wie der Köpi und das Verbot politischer Organisationen wie der Roten Hilfe, die uns alle gerne mit Geld unterstützt, wenn politische Aktionen mit Repression bedacht werde. Und auch wir als Haus fühlen uns bedroht. In einem Artikel des Tagesspiegel wurde ein Bild eingefügt, auf dem zu sehen ist, wie Bullen mit Rammbock unseren Eingangsbereich belagern. Die Bildunterschrift lautet: “Gesichert ist sicher. Solche Szenen wird man in Friedrichshain-Kreuzberg künftig wohl öfter sehen.”

Auch wenn alle Beteiligten wissen, dass dieses Szenario juristisch nicht haltbar ist, ist es möglich, dass gewisse Sicherheitsfanatiker_innen die aufgeputschte Stimmung benutzen wollen, um uns zu nerven. Wir sind auf derartige Besuche in unseren Strukturen vorbereitet und hoffen im Fall der Fälle auf viel Unterstützung, die Orks möglichst schnell wieder aus dem Kiez zu jagen.

Wir senden solidarische Grüße an die widerständige Stadt!

Wir bleiben alle!

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In letzter Zeit ist das gesteigerte Interesse der Repressionsbehörden an unserer DNA offensichtlich. Es gibt aktuell unzählige laufende Verfahren, in denen „verdächtige Personen“ aus dem „linksradikalen Spektrum“ zur DNA Abgabe aufgefordert oder gezwungen werden. In einigen Fällen der DNA- und Durchsuchungsbeschlüsse haben die Bullen rechtswidrig gehandelt, was sie aber nicht daran hindert weiterhin „vage Anhaltspunkte und bloße Vermutungen“ dazu zu nutzen, um an unsere DNA zu kommen.

 

Am 20.August 2014 sind die Bullen erneut aus diesem Grund in die Wohnung eines Freundes eingedrungen. Sie rammten früh morgens die Wohnungstür auf und holten ihn mit gezogener Waffe zur zwangsweisen DNA Entnahme und ED Behandlung im Tempelhofer Damm ab. Außerdem razzten sie seine Wohnung, suchten nach Hinweisen auf eine mögliche Tatbeteiligung am 07. Juni, Kottbusser Tor. Zeitgleich verschafften sie sich Zutritt zum FLT*-Haus des Wohnprojekts Brunnenstraße 6/7, um festzustellen, dass die betroffene Person dort nicht wohnt. Dieses Eindringen der Cops reiht sich ein in mehrere Hausdurchsuchungen innerhalb eines Jahres, u.a. mit dem Ziel, DNA zu entnehmen.

Am 14.08.2013 waren die Wohnprojekte Rigaer94, Reichenbergerstraße 63a, Friedelstraße 54 und einigen Privatwohnungen dran: mehrere Hundertschaften drangen in die Räumlichkeiten ein, durchwühlten Privates und entnahmen einigen gerazzten Menschen zusätzlich gewaltsam DNA. Die Aufhänger dafür sind, das seit dem 07. Juni 2013 laufende Kotti-Verfahren und die Festnahme einer Person am 02.Mai 2013, im Zusammenhang mit dem Angriff auf ein Jobcenter. Die beiden Verfahren werden von den Ermittlungsbehörden gern vermischt, um möglichst wild konstruieren zu können.

Die Analyse und Speicherung von DNA-Spuren an Tatorten ist zu einer Standardmethode im Rahmen der Überwachung und Einschüchterung linksradikaler/autonomer Aktivist_innen geworden. Es ist mittlerweile ein selbstverständlicher Teil der Ermittlungsmethoden und wird längst nicht mehr ausschließlich bei Mord- und Sexualstraftaten eingesetzt. Es mehren sich die zwangsweisen DNA Abnahmen innerhalb des linksradikalen/autonomen Spektrums, aktuelle Beispiele sind die Entnahmen im Nachgang der Squatting Days 2014 in Hamburg oder im Verfahren ums GÜZ Camp, hier suchten die Bullen eine beschuldigte Person dazu sogar in der Schule auf.

Die Ermittlungen der Bullen betreffen aber nicht nur uns als Anarchist_innen, Antimilitarist_innen, die radikale Linke…, sondern insbesondere den Bereich der sogenannten „Kleinkriminalität“. Langfristig wird es auf eine genetische Totalerfassung der Bevölkerung hinauslaufen. Wie, warum und von wem letztendlich DNA an einem Tatort gefunden wird spielt für die Schnüffler dabei nur eine untergeordnete Rolle. Sicher ist nur: Was sie erst mal haben, haben sie und geben es auch nicht mehr so schnell her. So geraten durch (DNA-) Spuren am Tatort auch völlig Unbeteiligte und/ oder Anwohner_innen ins Visier der Cops. Nicht zuordenbare Funde, d.h. Spuren die keiner Person zugeordnet werden können, werden gespeichert.

Diese Angriffe auf unsere Strukturen werden wir solidarisch beantworten! Am Freitag, den 10. Oktober werden wir gemeinsam laut und stürmisch eine themenbezogene Route mit dem Rad fahren und unseren Protest auf die Straße tragen. Kommt mit und seid kreativ, entweder auf der Demo mit Transpis und Parolen oder anderswo! Los gehts um 18Uhr am Spreewaldplatz

Betroffen sind einige – gemeint sind wir alle!
Feuer und Flamme der Repression!
Keine Zukunft einer Gesellschaft der Kontrolle und Überwachung!“

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Lange Nacht der Rigaerstrasse


Zur langen Nacht der Rigaer Strasse laden die Projekte:

Rigaer 78 (Abstand)

Liebig 34 (XB-liebig)

Convoi Waagenplatz

Schreiner 47

Rigaer 94

und Fischladen

zum bunten miteinander ein. Es erwarten euch Workhops zu den Themen: Klauen, Feuerlöschernutzungsoptionen, Zwillen selber bauen, Lockpicking

Des Weiteren bieten wir euch: Zwillenschießstand,ausgefallene Schnapskreationen, Shows,  jede Menge Essen, Kino, Einkaufswagenrennen, Tombola, Wasserschlacht am Dorfplatz und vieles mehr.

Ab 20h HC Konzerte in der Kadterschmiede (colored moth, depravation,…)

Lasst uns gemeinsam die Strasse bunt gestalten.

Mobivideo auf Youtube

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Solidarische Grüße nach Barcelona

Barcelona, Calais, Berlin – gemeinsam gegen Zwangsräumungen, Verdrängung und Polizeigewalt.

Am Morgen des 26.05. wurde das besetzte Haus “Can Vies” im Stadteil Sants in Barcelona von Polizeieinheiten belagert und geräumt. Umgehend wurde der Abriss eingeleitet, um eine Grünfläche für Tourist_innen zu bauen. Seitdem gab es jedoch riesige Demos und jeden Tag zahlreiche Aktionen des Widerstands gegen die Räumung, die bis jetzt die Vollendung des Abrisses verhindern konnten. Die Baustelle ist von Anwohner_innen wieder besetzt worden und es sind Aufräumarbeiten im Gange. Ziel ist es, das Haus wieder aufzubauen und als Soziales Zentrum weiterzunutzen.
Wie in Berlin sind die Probleme großer Teile der Bevölkerung Barcelonas Ausbeutung, Verdrängung, Obdachlosigkeit und Polizeigewalt. Alternativen zur kapitalistischen Stadt werden vom Staat nicht geduldet.

Die Rigaer 94 ist nicht nur ein Hausprojekt sondern auch Ort vielfältigen Widerstands gegen das System in das wir gezwungen werden. In den letzten Jahren gab es massive Gewalt durch die Polizei sowie Ermittlungsverfahren und Überwachung, welche vom Gesetz für all die vorgesehen sind, die die ganze Scheisse nicht mitmachen wollen. Überzeugt von der tiefen Verbundenheit solidarisieren wir uns aus ganzem Herzen mit den von der Räumung des Can Vies betroffenen Menschen, den Kämpfer_innen auf der Straße und Jenen, die die Welle der Solidarität mittragen, die seit über einer Woche weit über die Stadtgrenzen Barcelonas hinausschwappt.

An dieser Stelle wollen wir auch den kämpfenden Menschen in Calais unsere Unterstützung bekunden, da sie den Räumungs-, Kriminalisierungs- und Verunglimpfungsversuchen der Polizei und der Politik entschieden widerstehen. Auch dieser Kampf reiht sich ein in den globalen Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung. Parallel zu den Polizeiaktionen dort, findet hier in Berlin die selbe staatlich gesteuerte Medienkampagne gegen Flüchtlinge und Hausbesetzer statt. Die Leute der besetzten Schule in der Ohlauer Straße müssen tägliche Polizeieinsätze und in nächster Zeit Räumungsversuche befürchten – ganz konkrete Angriffe auf das Leben Obdachloser, mittelloser und illegalisierter Menschen sind an der Tagesordnung.

Für uns ist jeder Angriff auf sie auch ein Angriff gegen uns. Organisieren wir den Widerstand!

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Nazis wollen am Samstag den 26.04.2014 ab 12h durch SO 36 marschieren.

Am O-Platz vorbeimarschierend wollen sie den Erfolg rassistischer Hetzkampagne gegen Geflüchtete und Antira-Aktivist_innen feiern. Auch wenn die NPD selber die Hauptaktivität im Kampf um ein Kartoffeldeutschland in Kreuzberg an ihre Schwesterpartei die CDU abgeben musste, da diese wenigstens noch Sympathisant_innen unter neu-reichen Yuppies und faschistischen grauen Wölfen hat, wollen sie sich hier als Befreier_innen präsentieren.

Weiter gehen soll es dann in Richtung Gerhart-Hauptmann-Schule. Auch hier geht es um Sicherheit und Ordnung (für Deutsche) und auch hier bilden NPD, Freie Kräfte, NW-Berlin usw. eine geschlossene ideologische Front mit der Berliner Regierung aus SPD und CDU. Dass die Propagandamaschinerie von Springer und Bullenticker hier auf entschlossenen Widerstand der lokalen Bevölkerung stößt, lässt jedoch hoffen. Wenn auch anderen Orts die Geschichten von täglichen Überfällen und einem Haus voller „Messerstecher“ auf offene Ohren stoßen mag, bleibt die Solidarität der Anwohner_innen vor Ort ungebrochen.

Auf diese Solidarität der Kreuzberger Bevölkerung müssen wir hoffen, wenn wir uns am Samstag gegen den „Einmarsch deutscher Truppen in Kreuzberg“ zur Wehr setzten werden.

Denn auch die Faschisten werden nicht alleine kommen. Sie werden ihren bewaffneten Arm, die Berliner Polizei, im Schlepptau haben, welche – befehligt vom Senat – versuchen wird, den faschistischen Horden mit aller Gewalt den Weg frei zu prügeln.

Dagegen muss Widerstand auf verschiedenen Ebenen organisiert werden. Zum Einen wird es ein breites Bündnis von Gruppen geben, die gemeinsam versuchen werden die Nazis massenhaft zu behindern. Dafür wird es um 10h diverse Anlaufpunkte geben (Moritzplatz, U-Heinrich-Heine-Str., U-Herrmannplatz).

Eine Karte der Aufmarschroute und weitere Infos zu Gegenaktivitäten findet ihr unter:

http://berlin-nazifrei.tk/26-04/

Da die Nazis allerdings geschützt von einem massiven Polizeiaufgebot auftreten werden, wird es unumgänglich sein, zusätzlich auf eine dezentrale Strategie zu setzten.

Die Strategie der „Nadelstiche“ hat dabei eine lange Tradition im antifaschistischen Befreiungskampf.

Wenn wir auch heutzutage zum Glück vom faschistischen Weltmachtskrieg a la 40er Jahre weit entfernt sind, so sollten wir doch die Lehren aus der Geschichte nicht vergessen. Im zweiten Weltkrieg haben wohl alle Partisaneneinheiten vor dem gleichen Problem gestanden: Die Nazis waren zahlenmäßig und ausrüstungstechnisch überlegen und hielten die strategischen Knotenpunkte und logistischen Zentren besetzt. Aber genauso wie die Bullen heute, hatten auch die faschistischen Besatzter_innen damals das Problem, durch hierarchische Strukturen und weite Einheitenstafflung mit langen Befehlsketten einen starren, trägen Apparat zu haben, anfällig für Sabotage. Somit kann das polizeiliche Schutzkonzept für die Nazis in arge Bedrängnis geraten, wenn es immer wieder von Gruppen unter Druck gesetzt wird. Diese können durch plötzliches auftauchen eine temporäre taktische Überlegenheit (Überraschungsmoment, mehr Leute als die Bullen an dieser Stelle) schaffen und sich nach getaner Arbeit wieder zerstreuen, noch bevor die Bullen Verstärkung organisieren können.

In diesem Sinne und in der Hoffnung und dem Wissen, dass es noch genug weitere kreative Ideen geben wird, rufen wir alle Menschen auf, sich auf allen Ebenen und mit allen Mitteln den faschistischen Invasionsbemühungen am 26.04.2014 entschlossen entgegen zu stellen!

Kein Vergeben, kein Vergessen!

Nazis (aus Kreuzberg) Jagen!

Für die Anarchie!

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Konfetti-Soliparty

 

Euch erwartet kiloweise Konfetti, gute Drinks und allnightlong fetzige Musik von DJ Trash Tante (Alltime Favourite), Benny Behave (Vinyl Electro ). Kostüme erwünscht. Soliparty für Gefangene und für die Tempest libary. Es geht darum, für eine Gesellschaft einzustehen, die sich die Frage nach der Institution Knast nicht stellen muss. Die Gefangenen, die ohne Chance auf öffentliche Wahrnehmung sind, benötigen ein Sprachrohr und sie benötigen Solidarität. Es braucht mehr Öffentlichkeitsarbeit und eine Plattform um Wissen über Knast, seine Ursachen und seine verheerende Wirkung zu vermitteln. Da in der kapitalistischen Logik Repression auf Widerstand folgt, folgt für uns Solidarität auf Repression. Eintritt: Spende.

Vorderseite

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Aufruf der Rigaer94 zur Antirepressionsdemo am 22. März

- Wir sind wütend und werden täglich wütender -

Wir sind wütend, dass Menschen ihr Leben aufs Spiel setzen müssen, damit ihre politischen Forderungen nach Asyl, Abschaffung der Residenzpflicht oder einer Arbeitserlaubnis Gehör finden.

Dass während des Hungerstreiks ein „Festival of Lights“ stattfindet und jeder Dummdeutsche stur ignoriert was gerade vor der eigenen Tür passiert und seine wahre Fratze zeigt indem er lacht und nur ein Auge für sich selbst hat. Es wird mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versucht, Protestbewegungen zu spalten, zu verarschen und auf Dauer hin zu halten, damit die eigene Ohnmacht überwiegt und in einem Prozess der inneren Selbstzerstörung endet. Die Menschen, die diese abscheuliche und menschenverachtende Politik betreiben, ernten von uns nur Verachtung und Hohn für ihr Handeln.

 

Wir sind wütend, dass sich der deutsche Mob in den unterschiedlichsten Regionen zusammenfindet und progromartige Stimmung gegen Unterkünfte asylsuchender Menschen verbreitet, wo sich mehrere Hunderte zusammenschließen um mit Heugabel und Fackel in der Hand an ’33 zu erinnern. Unterstützung erhält der deutsche Mob von Firmen wie BMW, die sich an dem Anblick eines Flüchtlingsheims gestört fühlen und es per Senatsbeschluss, wie kürzlich in Charlottenburg, schließen lassen. Wie soll es sich vertragen, wenn neben Luxuskarossen und protzigen Firmensitzen plötzlich der klaffende Unterschied zwischen Besitzlosigkeit und Reichtum sichtbar wird?

Anstelle von Hoyerswerda, Lichtenhagen oder Mannheim-Schönau, als symbolträchtige Orte widerlichster deutscher Nachkriegsgeschichte, rücken heute Hellersdorf, Schneeberg, Güstrow, Demmin, Essen und viele andere Drecksnester.

 

Wir sind wütend, wenn wir täglich lesen müssen, dass vor der Festung Europa geflüchtete Menschen systematisch auf offenem Meer ermordet werden und als Reaktion darauf eine Verschärfung der Grenzabschottung gefordert und durchgesetzt wird, anstatt zu helfen.

Lampedusa hat das Ausmaß des Sterbens vor den Küsten medial in den Vordergrund gestellt. Vergessen werden die, die es nicht in die Reichweite der Kameraobjektive geschafft haben. Wenn eine Solidarisierung mit solch wichtigen Themen stattfindet, besteht auch mal für deutsche Bullen die Möglichkeit Küstenwache zu spielen und unsere Demonstrationen zu zerschlagen.

 

Wir sind wütend, wenn aufgrund unserer politischen Arbeit früh morgens der Rammbock klingelt. Nicht etwa, dass uns als Dank Brötchen geliefert werden, weil wir uns politisch engagieren und organisieren. Nein, wir schauen in den Lauf einer Waffe und befinden uns in den Klauen der Schergen, die unsere Wohnung wie wild gewordene Schweine umgraben. Dieser plötzliche Lärm reißt uns aus unseren Träumen und holt uns zurück in den tristen Alltag.

 

 

Staat bleibt Staat und Scheiße bleibt Scheiße!

 

Wir sind wütend, dass täglich Menschen aus ihren Wohnungen getrieben werden. Jede Woche verlassen Hunderte Briefe mit Zwangsvollstreckungen das Postamt und stellen die betroffenen Menschen vor unüberwindbare Hürden im Leben. Endstation: Obdachlosigkeit, Vereinsamung und Tod. Wir erinnern hier an Rosmarie F. aus Berlin, die zwei Tage später an den Folgen der Zwangsräumung verstarb. Unser Trauerzug, in welchem wir ihr und allen anderen Zwangsgeräumten gedenken wollten, wurde brutal von den Schergen zerschlagen und noch immer laufen Verfahren gegen einige TeilnehmerInnen.

 

Wir sind wütend, dass der Schusswaffengebrauch der Schweine Einzug in unseren Lebensalltag erhält und wir immer mehr daran gewöhnt werden sollen, dies als Normalzustand hinzunehmen.

Nach Hamburg zitierten große Tageszeitungen Bullengewerkschafter Kirsch, der den Schusswaffengebrauch auch bei Demonstrationen fordert. Schon heute endet der Kontakt mit ihnen manchmal verbrannt in einer Zelle oder erschossen im Neptunbrunnen. Dies führt dazu, dass wir schon die bloße Anwesenheit der Schweine als lebensbedrohlich empfinden müssen.

 

 

Kein Vergeben. Kein Vergessen.

 

Wir sind wütend, dass wir täglich die Werbung der Bundeswehr in der Bahn, Uni oder Schule sehen müssen und der Einzug dieser in den zivilen Bereichen fortschreitet, ob nun bei der Bearbeitung von Asylanträgen oder den anwidernden Uniformen auf den Straßen. Dies sind die Vorzeichen einer stetig zunehmenden Militarisierung unseres Alltags. Aber auch hier regt sich der Widerstand, wie die eigenmächtige Abrüstung durch gezielte Brandherde oder der rege Protest gegen das Gefechtsübungszentrum in der Altmark zeigen. Nicht außer Acht gelassen werden sollten hier die bis heute andauernden Repressionen gegen vermeintlich Beteiligte und deren Schikanierungen.

 

Wir sind wütend, wenn wir in der Bahn sitzen und die Kontrollettis wie wild gewordene Tiere Sheriff spielen. Da es beim Leistungstest der Schweine offensichtlich nicht gereicht hat, wird eine andere Legitimation zur Aufbesserung des eigenen Selbstwertgefühls gesucht. Hand in Hand agieren sie nun mit den Schweinen und genießen diese Anerkennung ihrer Obrigkeit, wenn sie uns wieder einmal drangsalieren dürfen. Wenn wir anfangen uns zu wehren, endet dies im nächsten Bahnhof in den Fängen der Schergen und gipfelt in Exzessen der Misshandlung im Kerker dieser.

Ein Voranschreiten der zunehmenden Überwachung und Kriminalisierung ist auch im normalen Alltag zu beobachten. Es werden Konstrukte geschaffen, die Sonderbefugnisse zulassen um Menschen zu schikanieren. Sonderzonen, Gefahrengebiete und die damit einhergehenden Kontrollen von Personen sind uns ein Dorn im Auge. In Berlin gibt es seit Jahren an sogenannten kriminalitätsbelasteten Orten rassistische Kontrollen, die „verdachtsunabhängig“ durchgeführt werden.

 

Nicht nur diese benannten Beispiele machen uns wütend. Nein. Auch dass wir täglich für unseren Einkauf bezahlen müssen, Tickets in der Bahn lösen müssen, in jedem Bereich der Stadt auf Schritt und Tritt fotografiert und gefilmt werden oder für unsere politische Arbeit mit Repressalien zu rechnen haben, beim Jobcenter müssen wir uns selbst für fünf Euro rechtfertigen, die wir uns geliehen haben. Auch wir sollen ein gut funktionierendes Rädchen in diesem System werden. Falls dieses Rad aus dem Ruder gerät, wird versucht mit aller Macht und auf allen Ebenen diese Abweichung im Keim zu ersticken.

 

 

Diese alltägliche Scheiße kotzt uns an!

 

Es erfreut uns, dass nicht alle diese Scheiße hinnehmen und sich Widerstand regt. Innerhalb kürzester Zeit lassen sich tausende Menschen mobilisieren, wenn ein Protestcamp geräumt werden soll. Unsere Wut gipfelt in Auseinandersetzungen mit denen, die uns jeden Tag aufs Neue zu unterdrücken versuchen.

Ein erfreuliches Zeichen ist, dass es 10.000 Menschen in Hamburg schaffen auf die Straße zu gehen und sich gegen die herrschenden Zustände zur Wehr setzen. Ein durchaus positives Fazit sind 150 verletzte Schweine und der Gedanke im Hinterkopf dieser, dass auch sie nicht unbesiegbar sind.

 

 

2009 war es möglich, die Solidarität mit den Jugendlichen in Griechenland bis ins letzte kleine Dorf zu tragen und zu zeigen, dass sich unsere Wut auch entladen kann.

2013 startete eine Welle der Solidarität mit den Geflüchteten und erhielt eine Aufmerksamkeit wie seit Jahren nicht mehr.

Wir wollen uns aber nicht auf diesen einzelnen Aktionen ausruhen, sondern zu Taten schreiten, denn unser Widerstand muss im alltäglichen Leben stattfinden!

Im Jahr 2014 müssen wir es schaffen unsere Wut nicht nur als Reaktion auf die gerade stattfindende Repression zu fokussieren, sondern diese Normalisierung an ihren Wurzeln anzugreifen.

Diese Demo sehen wir als kleinen aber wichtigen Teil, um unseren Unmut auf die Straße zu tragen!

 

 

Am 22. März auf nach Berlin!

Unterm Pflaster liegt der Strand!

Graben wir ihn aus!

 

 

KUNDGEBUNG: 16 Uhr – U-Bahnhof Turmstraße

DEMOSTART: 17 Uhr – U-Bahnhof Turmstraße

UNERLAUBT DURCHS GEFAHRENGEBIET: 22 Uhr – Ort wird bekanntgegeben

 

 

Mobivideo:

http://vimeo.com/86534538

https://www.youtube.com/watch?v=16cN4zx8Ucw&feature=youtu.be

 

 

 

Mehr Infos:

http://antirep2014.noblogs.org/

 

 

 

FREIHEIT FÜR ALLE GEFANGENEN!

 

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R94 zur Hauskaufdiskussion

Wie einigen bereits durch die Berliner Gerüchteküche bekannt ist, bestand für das momentane Kollektiv der R94 das Angebot des Vermieters, ihr Haus über den deutschen Zweig der schweizer Edith Maryon Stiftung zu kaufen. Diese hätte ihm das Grundstück abgekauft, während wir, beispielsweise mit dem Miethäusersyndikat, das Haus erworben hätten.

Dieses Angebot haben wir nach etlichen Stunden der Diskussion abgelehnt. Wir sind uns bewusst, dass unsere Entscheidung nicht für jede_n nachvollziehbar ist, vor allem nicht auf den ersten Blick. Daher dieses kurze Papier, in welchem wir einige Beweggründe für unsere Entscheidung darlegen wollen. Natürlich können und werden wir nicht alle Aspekte beleuchten, dieser Text ist eine Stellungnahme unsererseits und keine Rechtfertigung . Wichtig ist zudem, dass es innerhalb des Hauses verschiedene Positionen zu dem Thema gab und gibt, wir aber alle hinter der Entscheidung, dass Haus zumindest vorerst nicht zu kaufen, stehen. Teilweise beziehen wir uns in diesem Text konkret auf die von uns angeregte, öffentliche Diskussionsveranstaltung zum Thema in der Kadterschmiede am 15. Januar 2014 .

Das Angebot abzulehnen war keine leicht zu treffende Entscheidung, allerdings gibt es einige Gründe dafür:

einer der Wichtigsten ist, dass wir Suitbert Beulker (im weiteren Beule genannt), unserem allseits verachteten Hausbesitzer , verantwortlich für die Räumung der Liebig14 und des Vorderhausteiles der R94 sowie einige andere Angriffe auf unser Haus und die hier lebenden Menschen, keine geschätzten 1.5 bis 2 Millionen in den Rachen werfen wollen. Dies empfänden wir als unsolidarisch und als Verrat an den Menschen, die er bereits aus ihrem Zuhause vertrieben hat.

Es ist sicherlich Ansichtssache, ob wir Beule nicht schon in die Knie gezwungen haben, da er selbst den Schritt gewählt hat, uns das Haus zu verkaufen, obwohl er doch früher vollmundig verlauten ließ, er führe den Kampf gegen die R94 „bis zum jüngsten Gericht“.

Natürlich ist es möglich, dass Beule inzwischen ziemlich am Ende ist und die Schnauze gestrichen voll von uns hat. Doch sollten wir bedenken, dass ihm der Erlös aus dem Verkauf der R94 sicherlich wieder auf die Beine helfen wird.

Und wer will das schon ?!

Zum anderen haben Viele von uns Bedenken bzw. zeigt die Erfahrung, dass aus den gekauften Hausprojekten auf lange Sicht keine von deren Kollektiv getragenen politischen Aktionen mehr kommen (damit ist nicht gesagt, dass von Einzelpersonen nichts mehr kommt!). So gab es die berechtigte Sorge, dass es in unserem Haus über die Jahre zu einer ähnliche Entwicklung wie in anderen Projekten kommen könnte, dass es durch das Fehlen des äußeren Druckes zu, nennen wir es mal Nestbautrieb und verstärkten schönerwohnen-Aktivitäten kommen könnte.

Für uns ist der existenzielle Kern unseres Hauses, gemeinsam als Kollektiv politisch aktiv zu sein und uns autonom und kämpferisch zu positionieren.

Ein Aspekt, den viele wahrscheinlich in ihren Überlegungen vernachlässigt haben, ist die Situation des Vorderhauses. Wie die meisten sicherlich wissen, ist der vordere Teil des Hauses vor geraumer Zeit geräumt und schon sehr lange regulär vermietet. Mit einem Hauskauf wäre die 94 Vermieterin dieser Menschen geworden. Für uns unvorstellbar. Zudem zählen Teile des Hauses zu den letzten öffentlich besetzten Räumen in Berlin, die einen großen Wert für uns haben und auch ermutigend sind, da sie trotz Berliner Linie noch immer bestehen und ihre erneute Räumung noch lange nicht in Sicht ist! Für uns ist es demzufolge keine Option, den Besetzerstatus dieser Räume freiwillig aufzugeben. Oder anders: wir wollen besetzten, nicht besitzen!

Wo wir beim zentralen Konflikt über einen möglichen Verrat an unseren Idealen einerseits und dem verständlichen Wunsch der Sicherung autonomer Infrastruktur andererseits sind.

Natürlich dürfen wir beim Thema Sicherheit nicht von den Vorteilen dieser schweigen, es ist sicherlich verlockend, in einem Haus zu wohnen, wo wir uns sicher sein können, dass es nicht geräumt werden kann und zu wissen, dass das Projekt mit fitten Kollektiven (und dementsprechenden äußeren Bedingungen) für 99 Jahre gesichert wäre. Einem Ort also, in dem wir uns frei entfalten können, ohne Druck von einem oder einer Vermieter_in. Zu Letzterem wollen wir allerdings klarstellen, dass wir schon immer ziemlich unabhängig von Beule waren und ganz einfach auf seine Meinung geschissen haben.

Natürlich müssten wir nach einem Kauf auch das komplette Haus grundsanieren, was gewiss auch positiv zu bewerten ist, aber dies und die neu dazukommenden Verwaltungsaufgaben (Direktkredite finden,Verwaltung einer GmbH etc..)würden viele unserer Kräfte binden, die wir dementsprechend von wichtigeren Angelegenheiten abziehen müssten. Und das ist es uns einfach nicht wert. Oder, wie es einer unserer Mitbewohner ausdückte:

Wir Kämpfen für unsere Ideale nicht für Zentralheizungen !“

Außerdem würden als Folge des Hauskaufs die Miete ganz schön steigen und wir damit unter viel größerem finanzielle Druck stehen.

Daher sind wir letztendlich zu der Entscheidung gelangt, die Edith Maryon Stiftung zu bitten ihr Angebot aufrecht zu erhalten, da in zwei bis drei Jahren das Kollektiv schon wieder ganz anders aussehen könnte und einem Kauf ja vielleicht eher geneigt ist.

Doch für große Teile des jetzigen Kollektives ist ein Kauf nicht vereinbar mit unseren politischen Idealen und unserem Verständnis davon, was die Rigaer 94 für uns bedeutet.

 

Niemals Aufgeben!

Niemals Kapitulieren!

Unsere Leidenschaft für die Freiheit ist stärker als jede Autorität!

 

R94

 

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