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Archiv ‘Statements’ Kategorie

So wie der Angriff von 2016 Grundlage für die Zweifel am „Brandschutz“ in unserem Haus war, hat die letzte Durchsuchung vom 6. Oktober 2021 dazu geführt, dass die Statik des Vorderhauses infrage gestellt wird. So soll der „meterlange Tunnel“, der im Keller des Vorderhauses entdeckt wurde als Grund dafür herhalten dem „Eigentümer“ des Hauses Zutritt zu verschaffen, um etwaige Mängel feststellen und beheben zu können. Ehrlicherweise handelt es sich aber nur um einen weiteren Schlag im „bautechnischen Angriff“ auf unser Haus, nach dem Motto: Nach der Begehung ist vor der Begehung.

Das geht aus einer Anordnung des Bezirks hervor. Darin wird der „Eigentümer“ beauftragt bis zum 17. November 2021 ein professionelles Gutachten über die Statik des Hauses zu erstellen. Dass der „Tunnel“ längst nicht mehr existiert, interessiert scheinbar genauso wenig, wie auch die von uns veranlassten Gutachten über den Brandschutz in unserem Haus den grandios gescheiterten Großeinsatz des Staates am 17. Juni nicht abwenden konnten.

Genau wie schon im Sommer sind wir dazu bereit, ein Gutachten erstellen zu lassen. „Eigentümer, Hausverwaltung“ oder auch Bullen werden wir aber weiter den Zutritt zu unserem Haus verweigern.

Rigaer94

  • Comments Off on Kurzes Update über den kontinuierlichen Angriff auf unser Haus
  • Kategorie: Statements
  • Eigentlich ist alles wie immer: Die Presse zerreißt sich ihr Maul über den sensationellen Fund eines frei verkäuflichen Luftgewehrs aka “Langwaffe”, bisher “unentdeckte Räume” und jetzt auch noch einen “meterlangen Tunnel”. Von allen Seiten werden Konsequenzen gefordert und die Faschist*innen der AfD bemühen neuerdings den Vergleich mit El Chapo Guzman und seiner spektakulären Flucht durch einen Tunnel aus dem Gefängnis und den alten Vergleich mit dem Vietcong. So gut so uninteressant, für den Verkauf weiterer Schlagzeilen oder die Vorbereitung weiterer Aktionen von staatlicher oder privater Seite gegen die Rigaer94 aber offensichtlich geeignet.

    Aber was ist wirklich passiert, seitdem die Bullen am 6. Oktober erneut in unser Haus eingebrochen sind und viel wichtiger, was passierte dann?

    Unter strengster Geheimhaltung wurde einem Antrag des angeblichen Eigentümers vom 30.06.2021 – mithilfe des ASOG nachgekommen, da unsere Türen sich sonst nicht für windige, noch nicht einmal rechtlich legitimierte Vertreter einer Briefkastenfirma einfach so öffnen. Mit dem Ziel festzustellen wer denn nun wirklich hier wohne, d.h. Personen einzelnen Wohnungen oder Räumen zuzuordnen, wurden am Mittwoch 26 Personen in unserem Haus festgestellt. Natürlich in der Hoffnung nun Räumungsklagen gegen besagte Personen zu bemühen, die über das Auffinden von Personalausweisen oder anderen Dokumenten in verschiedenen Räumen des Hauses, als Bewohner*innen und Verantwortliche der Wohnungen gelten sollen.

    Trotz eines noch am selben Tag von unseren Anwält*innen eingereichten Eilantrags, mit dem unter anderem eine “einstweilige Verfügung” gegen die Weitergabe und Nutzung der erhobenen Daten erwirkt werden sollte, wurden die aufgenommenen Personalien direkt an die sogenannte Eigentümerin, also die “Anwälte” Bernau und v.Aretin sowie ihren inkompetenten Schergen Thorsten Luschnat weitergegeben. Dass diese Daten sicher nicht nur bei letztgenannten verbleiben, sondern möglicherweise auch in den Händen von Faschist*innen landen, ist eine wahrscheinliche Konsequenz. Diese Zusammenarbeit wurde bereits in der Vergangenheit eindrücklich bewiesen, sei es bei den Halle-Leaks 2016, bei denen Daten der bei einer Durchsuchung der Rigaer94 2016 festgestellten Personen auf einem Naziblog auftauchten, oder im Falle der Drohbriefe aus dem Polizeicomputer im Winter 2017.

    Über die Bullen gelangten auch einige Fotos an die Presse, wie die Bilder des angeblich “meterlangen Tunnels”, die neben der Springer Presse auch der “Jungen Freiheit” zugespielt wurden. Diese konnte sich nicht nur über Infos direkt aus dem Staatsapparat freuen, sondern auch den inkompetentesten Anwalt höchstpersönlich, Markus Bernau, für ein Interview gewinnen. Dass dieser in seiner Rolle als williger Gehilfe des Kapitals die Seite der Barrikade schon seit langem gewählt hat soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass er – in seiner Zusammenarbeit mit der Nazizeitung der “Jungen Freiheit – eine weitere Grenze überschritten hat.

    Nicht nur mit der direkten Weitergabe der Daten haben sich die Bullen einmal mehr über die ihnen gesetzten Grenzen hinweggesetzt. Sei es aus genereller Inkompetenz oder auch als Teil der politischen Agenda des Staatsapparats, haben sie nicht nur wiederholt stellvertretend für eine angebliche “Hausverwaltung” agiert, sondern sich auch über den gerichtlich angeordneten Rahmen der Razzia gestellt, indem sie mehr oder weniger wahllos Räumlichkeiten durchsucht und eine – bisher unklar gebliebene Zahl – an Gegenständen beschlagnahmt haben. Dabei durchleuchteten sie auch den Keller und das Dachgeschoss oder wühlten in WG-Ordnern und persönlichen Dokumenten. Was offizielle Dokumente oder Ausweise, an welchen Orten auch immer, über die Bewohnung der Räumlichkeiten aussagen soll, bezweifelt das Gericht sogar selbst im ausgehändigten Durchsuchungswisch: “[…] dass die geplanten Identitätsfeststellungen letztlich möglicherweise nicht zuverlässig ergeben, wer tatsächlich in der Wohnung wohnt […] oder wer sich dort womöglich nur besuchsweise aufhält”.

    In ihrer Verzweiflung, nach den gescheiterten Bemühungen unser Haus im Juni diesen Jahres dem Erdboden gleichzumachen, ist dies nun ein weiterer Versuch, um doch noch irgendwie einen Fuß in unsere Haustür zu bekommen und die Rigaer94 räumen zu können.

    Es sei ihnen versichert, dass dies nicht einfach werden und unser Widerstand ihnen sicher sein wird.

    Die laufende Räumungsklage gegen die Kadterschmiede soll am 2. Dezember 2021 verhandelt werden.

    Rigaer 94

  • Comments Off on Eilantrag, Datenleak und fragwürdige Interwiews mit der Jungen Freiheit
  • Kategorie: Statements
  • +++english below+++

    Heute früh, am 06.10.2021 um 7:00 Uhr, stürmten die Berliner Bullen unsere politische Struktur und unseren Lebensraum, die Rigaer94; bewaffnet, aber mit den Zeichen unseres Widerstandes vom 17. Juli auf ihren schmutzigen Uniformen und Schildern. Wieder einmal erfüllen die Diener*innen des Staates ihre Befehle, dem Kapital zu gehorchen. So dient der Staat der Aufrechterhaltung der kapitalistischen Ordnung mit dem Ziel, noch mehr Profit aus den Menschen und ihrem Wohnraum zu quetschen und ihre Macht über jegliches Leben auszudehnen. Mit dem Ziel, jedes Individuum, welches nicht in ihre Pläne einer kapitalistischen, rassistischen und patriarchalen Gesellschaft passt, und jede politische Idee, die sich gegen dieses System stellt, zu unterdrücken. Es ist klar, dass die Berliner Bullen weiterhin mit der dubiosen Briefkastenfirma Lafone Investments Ltd. zusammenarbeiten, um die Befehle, die Rigaer94 loszuwerden und die Gentrifizierung im Friedrichshainer Nordkiez voranzutreiben, durchzusetzen – nachdem sie sich im Juni diesen Jahres erfolglos zurückziehen mussten.

    Sie drangen in unseren Raum, das Gebäude, ein, indem sie ein Fenster im 1. Stock des Seitenflügels einhauten. Wieder einmal wurden unsere Türen zerstört. In einer verbarrikadierten Wohnung im 4.Stock des Vorderhauses blieb ihnen nicht anderes übrig, als den Putz abzuschlagen und die komplette Tür rauszureißen. Mit sich brachten sie den lächerlichen Wisch aka “Dursuchungsbeschluss”, laut dem alle Menschen, die sich zu diesem Zeitpunkt im Haus aufhielten, identifiziert werden sollten. Zusätzlich wurden mal wieder Zeichnungen von Grundrissen gemacht und nach baulichen Veränderungen gesucht. Der Beschluss basiert auf ASOG (Allgemeines Sicherheits- und Ordnungsgesetz). Dieses Gesetz macht es den Schweinen seit Jahren einfacher, politische Strukturen und Individuen zu razzen und zu schikanieren wann immer es ihnen passt. Laut dem Beschluss ist das Ziel der Durchsuchung die Vorbereitung von Räumungsklagen gegen alle besetzten Räume oder im Hinterhaus gemietete Wohnungen.

    Jedoch gibt es keinen Zweifel, dass die Dursuchung angesetzt ist, um die rebellischen Strukturen eine Woche vor der Räumung des Köpi Wagenplatz zu schwächen. Rebellische Strukturen, die zusammen stehen und und sich gegen Staat und Kapital und die voranschreitende Gentrifizierung in unseren Kiezen wehren. Wir kennen es noch von 2020: wenige Monate vor der Räumung der Liebig34 razzten und belagerten die Schweine die Rigaer94 für mehrere Wochen. Ziel dieser Taktik ist es, uns zu zerfleischen und zu isolieren, unseren Widerstand und unsere Solidarität zueinander zu brechen.

    Wir lassen uns nicht einschüchtern und wir werden nicht aufhören miteinander und füreinander zu kämpfen: egal ob Tag-X, davor oder danach. Wir stehen hinter der politischen, sozialen und emotionalen Entscheidung unsere Räume und Ideen zu verteidigen. Wir bleiben dabei, uns durch selbst-organisierte Orte und anti-hierarchische Beziehungen in unseren Strukturen, unseren Kiezen und unseren Straßen zu organisieren und zu unterstützen.

    Gestern wurden alle Arbeiter*innen der Gorillaz die im Streik waren gefeuert und heute sind sie auf der Straße. Wir stehen hinter den Arbeiter*innen die gegen den Kapitalismus und die Macht kämpfen. Es handelt sich um einen Tag-X wenn unsere Strukturen und Ideen angegriffen werden, aber es interessiert uns nicht ob es eine Durchsuchung in der Rigaer 94 ist oder der Kampf der Arbeiter*innen der Gorillaz, die gestern gefeuert wurden. Zusammen kämpfen wir gegen Kapitalismus und jegliche Macht. Lasst uns heute am 6. Oktober auf die Straße gehen, um 13:00 Uhr Schönhauser Allee 180.

    Wir rufen dazu auf die Tradition der offenen Treffen in Bezug zu Angriffen auf unsere Strukturen widerzubeleben und deshalb, heute um 18:00 Uhr zum Bethanien, New Yorck zu kommen.

    Außerdem werden wir heute Abend die Türen der Ka(d)terschmiede um 20:00 Uhr öffnen, um zusammenzukommen und uns gegenseitig upzudaten.

    Wir kämpfen wie geplant jeden Tag weiter, besonders in den nächsten Tagen des Kampfes um den Köpiplatz und allen anderen bedrohten Projekten und Ideen.

    Demo: United in Anger – 09.10., 18:00 Uhr vom Dorfplatz vor der Liebig34, die vor einem Jahr geräumt wurde, bis zum Köpi-Wagenplatz.

    Unterstützt den Aufruf vom Köpiplatz zu dezentralen Aktionen und die Tag-X Demo der Interkiezionale am 15.10. – Start 20:00 Uhr vom Zickenplatz, Kreuzberg

    United we fight – wir bleiben unregierbar!

    In Wut, Rigaer94


    (Rigaer94) First statement on the raid of 6th of October, 2021

    The Berlin cops, today, 06.10.2021 at 7am, wearing their dirty trash-bag uniforms and carrying shields full of color from the resistance on 17th of July and armed, raided our political structure and living space, Rigaer94. Once again, as everyday, the servants of the state fulfill their commands and obey to the capital. The state guarantees the order of the capitalist system, so to squeeze even more profit from people and their living spaces, gain power over every life, destroy any political idea that fights against them and oppress any individual who does not fit to their plans in this capitalistic, patriarchal and racist society. It is clear that the Berlin cops still work with Lafone Investments Ltd. and are their mercenaries, who execute orders of the plan to get rid of Rigaer94 and so to force the gentrification process of Nordkiez, Friedrichshain – after they lost their last attack on us in June this year.

    They entered our political structure and house today morning by smashing windows of the side house on 1st floor, destroying once again our doors and even removing the entire wall of one of the flat-doors which was barricaded on the 4th floor front house. They were carrying their useless papers from the court with warrants to identify everyone who is in the house at the moment of entering. They also made drawings of floor plan to check for construction changes. The warrant is based on ASOG. This law makes it easy for the cops to raid and repress political structures and individuals when they want. Officially the aim of the raid is to prepare for eviction trials of all the flats of the house. However, there is no doubt, that the raid is used to weaken our structures and the movement who fights against state and capital, capitalism and gentrification, one week before the eviction of Köpi Wagenplatz (15th October). It is a common tactic which tries to attack and isolate structures and individuals in solidarity with threatened projects, shortly before an announced-planned attack. As it also happened with the eviction of our neighbours L34 last year, when our structure got raided and sieged for some days on July 2020, few months before the Tag-X.

    We do not get demotivated, we will not stop supporting each other, we will fight: before, during and after any Tag-X and also without an announced date of an attack coming from state and capital. We stand our political, social and emotional decisions to defend our territories and ideas and be supportive with each other through self-organization and horizontal procedures from inside our structures and in our neighborhoods and streets.

    Yesterday all the Gorillaz workers who were on strike got fired and today there are in the streets. We support the workers who fight against capitalism and power. There is a Tag-X when our structures and ideas get attacked, for that it does not matter for us if its a raid in Rigaer94 or if its the fight of the workers who got fired yesterday from Gorillaz company. United we fight against capitalism and power. Let’s take the streets today 06.10., 13:00starting at Schönhauser Allee 180.

    We call to revitalize the tradition to have open meetings concerning attacks on our structures and therefore call you to come today to NewYorck, Bethanien at 18.00.

    Also we will open doors of Ka(d)terschmiede to have food this evening from 8pm to come together and get updated.

    We continue fighting as planned, everyday and especially the upcoming days for the struggle around Köpiplatz and all the threatened projects and ideas.

    Demo United in Anger – 09.10, 18:00 starting at Dorfplatz in front of Liebig34, which got evicted one year ago, ending in front of Köpi-Wagenplatz.

    Support the decentralized action call from Köpiplatz and the Tag-X demo by Interkiezionale on 15.10, 20:00 starting from Zickenplatz, Kreuzberg.

    United we fight – we stay ungovernable!

    With rage, Rigaer94

  • Comments Off on (Rigaer 94) Erstes Statement zur Razzia vom 06. Oktober 2021
  • Kategorie: Statements
  • Morgen, am 8. September, einige Tage vor den Wahlen, beginnt der Auftakt im Prozess gegen die vier Angeklagten im 129-Verfahren um Lina, vor dem Oberlandesgericht Dresden. In dieser ersten Phase des Schauspiels wird vier Menschen die Gründung einer kriminellen Vereinigung (129) sowie militante Aktionen gegen Nazis vorgeworfen.
    Eine von ihnen, Lina sitzt seit letztem Jahr November bereits in U-Haft. In den Medien wird sie als ruhige Teenagerin, welche von ihrem Freund radikalisiert wurde, beschrieben und es werden sexistische Äußerungen über ihr Aussehen getroffen. Somit zeigt sich die  propagandistische mainstream Presse mal wieder von ihrer besten Seite, in dem sie eine ekelhaft, sexistische Geschichte über Lina erzählen und zusätzlich auch noch Informationen an Nazistrukturen weitergibt, was wieder einmal sehr schön die perfekte Kollaboration von Presse, Nazis und Bullen zeigt. Das lässt sich vor allem bei dem Neonazi-Magazin “Compact” sehen. In dem Magazin wurden des öfteren vertraute Inhalte aus den Akten veröffentlicht, was eine Zusammenarbeit von Justiz und Nazis wiedereinmal deutlich sichtbar macht und auf keine Weise beschönigt werden kann.

    Jegliche antagonistische Aktivität, vor allem offensive und sichtbare Aktionen rufen die staatliche Repression auf den Plan. Der deutsche Staat versucht aus einem losen Zusammenhang von Menschen eine Organisation zu kreieren, um diese mit hohen Strafen belegen zu können, diesmal trifft es militanten Antifaschismus. Das Vorführen der Extremismustheorie versucht militante Aktionen gegen Nazis zu delegitimieren und die bürgerliche Mitte zu stärken. In Deutschland, wo Nazis sich immer noch aktiv organisieren, in dem sie Terroreinheiten gründen, Immigranten angreifen, wo  Halle und Hanau keine Einzelfälle sind und sich einige von ihnen aktiv auf einen Umsturz der bürgerlichen Gesellschaft vorbereiten, wo Bullen immer in Nazistrukturen involviert sind und racial profiling verstärken, ist atifaschistische Militanz immer eine Antwort auf diese unterdrückenden Verhältnisse.

    Für uns kann Faschismus nicht mit Gesetzen oder auf institutionellen Wegen bekämpft werden. Wir wollen nicht zu einer weniger faschistischen, rassistischen Demokratie, wir werden Nazis nicht “erziehen/bilden”, wir wollen die gesamten bestehenden Verhältnisse überwinden und in diesem Kampf spielt Antifaschismus noch immer eine große Rolle. Ihnen einen kleinen Teil der Gewalt zurückzugeben welche sie verbreiten ist ein Weg unserer Selbstverteidigung und politischen Analyse: Wir tolerieren kein antisoziales Verhalten, welches auf Diskriminierung und Unterdrückung basiert. Militanter Antifaschismus ist für uns ein Angriff auf Hierarchie, Unterdrückung und Dominanz. Dies ist untrennbar von unserem Verständnis einer emanzipierten Gesellschaft, befreit von Kapitalismus, Patriarchat und Rassismus. Wir nehmen militanten Antifaschismus nicht als Werkzeug um mehr Macht zu bekommen war, ganz im Gegenteil, wir nutzen diesen um sie zu zerschlagen. In dem wir diesen Weg der Aktion unterstützen, so unterstützen wir auch Selbstorganiesierung und Selbstverteidigung, Gleichstellung und Freiheit, Feminismus und Offensivität.

    Wer auch immer angeklagt sein wird dafür, wir werden in Solidarität hinter ihnen stehen. Abseits von persönlichen Beziehungen und politischen Affinitäten stehen wir neben den Gefährt*innen welche von staatlicher Repression betroffen sind. In jedem Moment, da der Staat versucht Menschen zu trennen, zu isolieren und auf sie abzuzielen, sollten wir Verbindungen der Kommunikation und der Solidarität aufbauen.

    In dem wir uns kollektiv stärken, bekämpfen wir staatliche, repressive Mechanismen. In dem wir Solidarität zeigen und gegen Isolation kämpfen, in dem wir militanten Antifaschismus unterstützen, bekämpfen wir Ungerechtigkeit und Diskriminierung, in dem wir Selbstverteidigung wählen, bekämpfen wir die Intervention des Staates, in dem wir offensiv sind, bekämpfen wir Patriarchat!

    Kommt morgen zur Kundgebung vor dem Oberlandesgericht Dresden. Unterstützt die Betroffenen des Verfahrens wo ihr könnt. Passt auf euch auf und steht zusammen. (https://www.soli-antifa-ost.org/aufruf-kundgebung-8-september/)

    SOLIDARITÄT MIT DEN VIER ANGEKLAGTEN UND ALLEN ANDEREN!

    FREE LINA

    ANTIFA BLEIBT HANDARBEIT

    Solidarity with the 129-Lina

    Tomorrow, at the 8th of Semptember, couple of days before the elections,  the first trial against the accused under  the 129 around Lina will take place infront of the .In this first phase of trials four people are facing accusations about formulation of a criminal organisation (129) and militant actions against nazis. One of them, Lina, is already imprisoned. Describing her as a young and calm teenager being radicalised by her boyfriend and making comments on her appearence the mainstream media propaganda not only developed a sexist narrative but also targeted her personaly giving informations to nazi structures proving the perfect collaboration among nazis, cops and media. Especially in the Neonazi-magazine “Compact”. Intern informations of the files were published in the magazine. This makes the collaboration of justice and nazis once again visible and you can not gloss over it.

    Every antagonistic activity, especially offensive and visible actions reinforces state repression. The german state by creating organizations from scratch, involve random people in them and repress them with high charges, this time is targeting militant antifascism. Imposing the narrative of the two extremes is trying to delegitimize this way of action against nazis. In a counntry where nazis are still getting organized and being active, terrorizing immigrants, making progroms and attacking, where cops are always involved in nazi structures and are implifying racial profiling in every change, militant antifascism is necessary.

    For us, fascism cannot be deafeted with laws or institutional ways. We do not claim a less fascist and racist bourgois democracy and we do not want to “re educate” nazis. We want to overcome the existing conditions and in this fight, antifascism still plays a important role. Return to them a small ammount of the violence they spread is a way of our self-defense and our political analysIs: we do not tolerate antisocial behaviours based on discrimination and oppression. Militant antifascism is for us an attack on hierarchies, oppresive behaviors and dominancies. Is inextricably connected with our perspective of an emancipatory society, liberated from capitalism, patriarchy and racism. We do not perceive militant antifasim as a way of gaining power but rather than a way of destroying it. By supporting this way of action we support self organisation and self defense, equality and liberation, feminism and offensiveness.

    And whoever faces these accusations will find us stading in solidarity with them. Beyond personal relationships and political affinities we stand next to people affected by state repression. In a moment where the state is trying to isolate, disconnect and target people we should create bridges of communication and solidarity.

    By empowering collectivity we fight state repressive mechanisms, by showing solidarity we fight isolation, by supporting militant antifascism we fight injustice and discrimination, by choosing self defense we fight state intervation, by choosing offensiveness we fight patriarchy!

    Come to the manifestation tomorrow infront of the court in Dresden and show solidarity to the accused ones. Take care of each other and stand side by side. (https://www.soli-antifa-ost.org/aufruf-kundgebung-8-september/)

    SOLIDARITY WITH THE PERSECUTED PEOPLE

    FREE LINA

  • Comments Off on Solidarität mit den Betroffenenen in dem 129-Verfahren um Lina [+Eng]
  • Kategorie: Statements
  • Instant access to products of consumerism without moving from your couch? Delivery services are building their business on this and have expanded a lot especially in times of the pandemic lockdown. People, mostly BIPoCs, driving around on bikes with colorful backpacks and jackets. Platform capitalism, a way of making business by connecting sellers and buyers – faster, at any time of the day, from door-to-door.

    Behind these newest business lie the newest forms of exploiting workers. Flexible as in unreliable, here and there, couple-of-hours underpaid shifts or 12-hours-shift cycling on your bike in temperatures below 0 degrees. A control over workers through their tracking of every movement is inherent to the app the need for work. Working-times that go beyond the usual opening hours of a supermarket. The company has not only been criticized for the bad working conditions, but also for using publics paces for their mobile storage vans. Nonetheless, the business is expanding and now opening a franchise in Berlin-Neukölln. Surely, Friedrichshain is soon to come. All this is made possible by a city, that has come so expensive that many people migrating here are forced to take shit paying jobs and work off their asses in order to make a living. Bilingual apps make it possible for non German-speaking people to get a job, whereas the translation services is limited to information to make them work, however not teaching them about their rights.

    Against this, workers from Gorilla have self-organized and engaged in strikes and blockades in the past weeks. This has been initiated as one worker was sacked for being a couple of minutes late. However, the workers do not just stand up against their shitty working conditions, but an entire bureaucratic war that is waged against workers in this country as worker struggles are mediated by legal frames and existing workers unions.

    We stand in solidarity with those that fight against capitalist exploitation. Those that chose to self-organize and reject forms of representation. We feel encouraged by the courage and the risk that the gorillas riders are taking. Who besides the precarious working conditions and the threat of being fired they are determinate and not afraid to take it up with this company. They are an actual example of what we can achieve through self-organization.

    Further, we see self-organization as having the potential to go beyond the protest against bad working conditions. Self-organization can be a step towards growing closer and overcoming the isolation that many people experience in their daily life. Self-organization is a step towards creating networks of solidarity which work against the violent mechanisms of capitalism and breed hope and resistance.

    For more self-organisation in schools, bars, camps, universities and houses!
    Solidarity with the gorillas workers and all workers fighting against the capitalist system! Support their calls, connect the struggles!

  • Comments Off on Solidarity with Gorillas collective
  • Kategorie: Statements
  • Unter dem Motto “Gemeinsam gegen ihre Repression” wollen wir uns um 18.00 zu einem Antirepressionsworkshop mit Unterstützung der Roten Hilfe Berlin zusammensetzen.

    Ab 21:00 gibt’s leckeres BBQ in der Kadterschmiede / im Garten.

    Außerdem findet ab 19:00 wie gewohnt das Kiezradio des Jugendclubs Keimzelle auf der Straße statt.

    Spenden sind willkommen und gehen an Menschen, die vors Gericht gezerrt werden oder gerade im Knast sitzen.

  • Comments Off on 16. Juli: Info- und Soliveranstaltung
  • Kategorie: Statements
  • ***english version below***

    Heute, am Abend des 16. Juni blicken wir auf einen kämpferischen Tag und eine temporäre autonome Zone zurück und schauen mit der geballten Faust nach vorne. Ja, wir werden uns noch lange mit einem breiten Lächeln im Gesicht an die Barrikaden in der Rigaer Straße und ihre kollektive Verteidigung erinnern. Schritt für Schritt verbrennen sich Senat und Eigentümer an der versuchten Zerstörung unseres Hauses die Finger.

    Nach der Straße gibt es nun auch auf juristischer Ebene Probleme. Ein Oberverwaltungsgericht hat die Ausgangslage für die Verantwortlichen beim Senat und der Briefkastenfirma für den Angriff auf unser Haus beträchtlich erschwert. Letzterer, vertreten durch Bernau, Luschnat und von Arentin, wurde untersagt, überhaupt unsere Räume zu betreten. Die Bullen sollen zudem nur Zugang zu Treppenhaus, Dachboden, Hof, etc. bekommen, nicht jedoch zu den privaten Wohnungen.

    ***In diesem Moment wird somit dem nun für zuständig erklärten Sachverständigen von unseren Anwälten kommuniziert, dass er den Brandschutz in unserem Haus, ohne Gefahr für seine Gesundheit begutachten und problemlos rein- und rauskommen kann. Selbstverständlich ohne auch nur einen Bullen, so wie wir es schon im Januar 2021 erklärt haben. Und wir halten unser Wort. Das sollte heute erneut mehr als klar geworden sein. Ganz im Gegensatz zu dem Wort zahlreicher Politiker*innen, ob im Bezirk oder Senat, dem der Bullen oder gar einer windigen Briefkastenfirma. Einige von ihnen wagen es immer noch zu behaupten, es gehe ihnen nicht um eine Räumung der Rigaer94.***

    Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass wir seit November 2020 bereits mehrere Brandschutzgutachten durchgeführt und Mängel eigenständig behoben haben. Der Senat und eine Briefkastenfirma haben dies bewusst ignoriert und somit nach und nach ihr vorgeschobenes Argument, es gehe nur um die Sicherheit der Bewohner*innen der Rigaer94 und ihrer Nachbar*innen, demaskiert.

    Sollte sich die Politik also für eine Stürmung entscheiden, geht sie den Weg, wie wir ihn bereits vorhersagten. In diesem Fall werden wir uns verteidigen. Dagegen, dass die Bullen alles zerstören, um unser Haus daraufhin für “unbewohnbar” erklären zu können. Dagegen, dass unser geliebter Ort und die ihm innewohnenden Ideen der Kollektivität, gegenseitigen Hilfe, Solidarität und Selbstbestimmung vernichtet werden sollen.

    Heute haben wir allen, die daran gezweifelt haben gezeigt, dass wir nicht nur bereit sondern auch fähig dazu sind, den Konflikt mit dem Staat und seinen Schergen zu intensivieren. Wir haben sie zu einem Zeitpunkt getroffen, an dem sie nicht damit gerechnet haben, und auf den sie mit Sicherheit nicht vorbereitet waren. Wir bedanken uns bei allen solidarischen Menschen, Nachbar*innen und Freund*innen und blicken gespannt auf die kommenden Stunden.

    Eure Rigaer94

    ***

    Rigaer94: Our statement on the current situation

    Today, on the evening of June 16, we look back on a militant day and a temporary autonomous zone and look forward with a clenched fist. Yes, we will remember the barricades in Rigaer Straße and their collective defense for a long time with a big smile on our faces. Step by step, the Senate and the owners are burning their fingers at the attempted destruction of our home.

    After the street, there are now problems on the legal level. A higher administrative court has considerably complicated the starting position for those responsible at the Senate and the letterbox company for the attack on our house. The latter, represented by Bernau, Luschnat and von Arentin, was forbidden to enter our premises at all. Moreover, the cops are to be given access only to the stairwell, attic, courtyard, etc., but not to the private apartments.

    At this moment, the expert, who is now declared to be responsible, is told by our lawyers that he can inspect the fire protection in our house without any danger to his health and can come in and out without any problems. Of course, without even a cop, as we have already declared in January 2021. And we keep our word. That should have become more than clear again today. Completely in contrast to the word of numerous politicians*innen, whether in the district or senate, that of the cops or even a windy letter box company. Some of them still dare to claim that it is not about an eviction of Rigaer94.

    In this context, we would like to point out that we have already carried out several fire safety assessments since November 2020 and have remedied deficiencies on our own. It is up to the Senate and a letterbox company not to have accepted this and thus to have gradually unmasked their pretextual argument that it is only about the safety of the residents of Rigaer94 and their neighbors.

    So, if the politicians decide to storm the building, they will go the way we already predicted. In this case, we will defend ourselves. Against the cops destroying everything in order to be able to declare our house “uninhabitable” as a result. Against the fact that our beloved place and its inherent ideas of collectivity, mutual aid, solidarity and self-determination are to be destroyed.

    Today we have shown to all those who doubted it that we are not only ready but also able to intensify the conflict with the state and its henchmen. We met them at a time when they did not expect it and for which they were certainly not prepared. We thank all the people, neighbors and friends who showed solidarity and we are looking forward to the coming hours.

    Your Rigaer94

  • Comments Off on Rigaer94: Unsere Erklärung zur aktuellen Situation
  • Kategorie: Statements
  • T-2d

    Das Wochenende mit Rigaer Straßen- und Hoffest war grandios.

    Hier zwei aktuelle Infos:

    -Der http://Aktionsticker.org wird ab jetzt permanent aktualisiert.

    -Die Interkiezionale ruft für den 17.6. um 20 Uhr zur Demo, Startpunkt Boxhagener Platz, auf. Kommt alle nach #Berlin!

    The weekend and the Rigaer street and yard fest were great.

    Here two updates:

    -http://aktionsticker.org will be from now on up to date

    -Interkiezionale calls for a demo starting at Boxhagener Platz on 17th of june at 8 pm. Come to Berlin!

  • Comments Off on T-2d
  • Kategorie: Statements
  • Which side are you on?


    The time to search the conflict and intensify it is long overdue.  It’s time to go against the idea of property and the owners and take on the fight on our side, the side of the disposessed, the renters, the homeless. It is also time to resist against the occupation of our neighbourhoods, against the state and a society, that supports and contributes to its agenda and actions of systematically opressing and exploiting people based on racial ascriptions, drives away, displaces and excludes those that don’t fit or don’t want to fit in with the city of the rich. There is no reason to defend the existing and take the side of those profiting of the capitalist system. There are many reasons though to get organized together and rebel against state and capital, against authorities and its defenders and fight for the principles of selforganisation, mutual aid and a life in freedom and dignity. That is the context in which we see the defense of Rigaer94.

    Rigaer94

    To us, this house is a place where we chose to live and fight collectively. It is a place of organization of different local and international struggles in which we involved ourselves over the years. As a piece of the ongoing resistance in this city. Against the policestate and with it the transformation of parts of the city into so called “danger zones”, in which cops harass, control and hunt people. Against gentrification, rising rents, real estate projects, the destruction of public spaces and forced displacement. Against social isolation, egoism and the narrative of “everyone fending for themselves”.

    On the contrary we stand for selforganization, mutual aid and solidarity. For taking our lives into our own hands and defending ourselves against the omnipresent paternalism. For the experiments of selforganized spaces, spaces of the struggle and a life in a collective, without mechanisms of authoritarian and patriarchal oppression. Our open spaces Kadterschmiede and the youth space Keimzelle are meeting points that allow us to stay in exchange even when the social life is supposed to be frozen.

    The attack on Rigaer94

    For the 17th and 18th of June, the self-proclaimed facility manager Luschnat, the “lawyers” Bernau and von Aretin and a so called fire security expert designated by them are getting ready to lead another attack against our house with the help of the police. They set out on the legal base of an ordinance by the district Friedrichshain-Kreuzberg, that is supposed to force everyone to tolerate a “site inspection to examine the fire security” of all flats and rooms. It’s unlikely that this will be a “simple fire security inspection”, since everyone involved knows, that this house was turned into what is most likely the most fire safe house in the whole city, with the help of many friends in the past months. For a similar planned attack in march, that could be averted, 500.000€ for the Hundertschafts*-cops from different federal states were already spent. This fact points towards an action having been and being set up for a longer time period. We can imagine that the cops will again establish a “red zone” a few days prior to the 17th and 18th of june, to be able to take the house by assault on the 17th, occupy the neighbouring houses and destroy walls, the fire safe doors that we installed, and many more elementary facilities in the house. Maybe Bernau, Luschnat and co. want to then declare the house to be “uninhabitable”. By that they could evict with the help of cops and private security everything in the house they’d want to. Finally they want their hired lackeys to destroy what we have built up. This would be a scenario similar to the eviction attempt of the summer 2016.

    The political parties of the red-red-green senate, spearheaded by senator of the interior Geisel for the SPD, feel emboldened enough by the electoral campaign and the legal skirmishes, to dare what many have risked their political career on in the past: A fire security inspection with the goal of scouting for the next steps, a creeping eviction through the occupation of a whole neighbourhood and our house or an “all in” on the big shock of a sudden complete eviction. We cannot predict what exactly is going to happen so we don’t want to fuel further speculation. All options are leading up to one point: Rigaer94 will be attacked, with the goal of destroying us. The day of the escalation is a Day X for us. We will react accordingly to it. But we won’t wait until then. Won’t hope on a success in a juridic sideshow. Not watch motionless, while once more they threaten our selforganization.

    Fighting together

    The year 2020 has been in many ways a special one, though not overall better or worse than the previous years. The capitalist normality was set up with further authoritarian measures in the frame of the covid pandemic and we all had difficulties finding our ways in this new situation, with curfews and contact ban, but also in dealing with the understandable insecurity around the dealing with the medical concerns of the pandemic. When we are now asking for your solidarity in defending Rigaer94, which is much more than just “our house”, we don’t ask you to fight for us. We want to fight together with you. We want to intensify our struggles together in the different places in this city and beyond! We want to be part in the different struggles and want them to find their expression also through this house.

    We think we need concrete places where we can meet, get to know eachother and organize. After the eviction of Syndikat, Liebig34, Rummelsburger Bucht, Meuterei, the displacement of Potse&Drugstore and the acute threat to Køpi we have to defend the remaining spaces of the struggle in this city by all our means. We owe this to ourselves, our ideas, and those that fought before and with us.

    Start a fire

    But why to attack now, why take the risk now, why put us in danger of being overrun another time? 2020 and 2021 weren‘t just the years of the pandemic and generalized states of emergency. They were also the years of uprisings and revolts, bigger and smaller moments where the vulnerability of this reality came to the surface. The state is under pressure from different sides. In Berlin, an alliance caracterized mainly by migrant groups organized the 1st of may demo, which was for the first time after many years in fact combative. Not only in Neukölln, also in Kreuzberg and Schöneberg many people stopped accepting the harassment by police. The parks have become places of rebellion against the authoritarian state that tries to destroy any recreational moments, the chances of gaining experiences and developing an own expression outside of the societal norms. The „Take Back The Night“ demonstration saw this year 3000 FLINTA*, who didn‘t follow at all the cops‘ restrictions. After the rent cap was overthrown by the justice system tenthousands of angry renters took to the streets of Kreuzberg spontaneosly and were pushing away the suprised and overstrained cops. 2020 hundreds of thousands came to Alexanderplatz to share the rage against the murder of George Floyd.

    The international flame of revolt is even more visible: against racist police violence in the US, in feminist struggles in Mexico, in Columbia, in Chile, in Malaysia, in Lebanon and in Algeria… even far away from being complete, this list shows that there were worse moments to participate in changing the world and realizing our idea of freedom. Maybe there were even not many better moments. Who of us can remember times like these, with such drastic changes like in the past year? We are convinced. Let‘s light another fire and poke it!

    Search the conflict

    For us it‘s not important to have the same focus at any time or to use the same means of struggle to put into practice our ideas and to bring our dreams to life. We as Rigaer94 rather want to participate and grow in the fight against the capitalist, patriarcal and racist system. For a world free of domination, oppression, exploitation.

    Practically we understand this as a call of duty to go into conflict with the existing in the next days and weeks . We take the attack on selforganized structures in this city serious and challenge our enemies‘ disposition to pay the price for the achievement of their goals. We will not be waiting behind the fences of the expected Red Zone in our vicinity until the last garbage of press and nazis was taken for a walk in our house. Again and again it became clear to us that juristic skirmishes and bureaucratic ping-pong will lead us to nothing. We actually fell into that trap and, acting against our political conviction, got a little bit pacified.

    That is for us another reason to take care that the 17th of June will not become the beginning of the end of this house, but another step towards the selforganization of all of us. We want to create a scenario of counterattack together with you. A scenario that targets all those who profit from this system of daily expulsion and those who defend it.

    We ask you to join and intensify the venture of attacking the daily order of the city of the rich. No matter if by voice, body, colours, noisy or silent, with stones, hammers or fire – lets show this sold out city, that we chose sides. Publicly, clearly visible or consipiratory in the remaining dark corners of this city. Let‘s show each other, that tenderness, solidarity, autonomy and self oranization are no empty paroles but the keys to our freedom, that we work on every day. Let‘s escalate our conflict against real estate companies and speculators, dynamic start-ups and their loyal followers, police, municipality and institutions within the vicinity of our neighbourhoods and beyond them – to take position.

    If they try to break us, we‘ll explode!
    Attack the city of the rich! For a hot summer!

    Rigaer94

    Upcoming events:

    General assembly “Intensifying the struggles”, organized by Interkiezionale | 6th of June 14:00 | Open Air in Mehringhöfen in Gneisenaustraße

    R94 Yardfest | 12th of June 14:00 | Rigaer Straße 94

    Demonstration because of eviction attempt | 17th of June 20:00 | Friedrichshain South, tba

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    Es ist längst Zeit den Konflikt zu suchen und ihn zu verschärfen. Es ist Zeit sich gegen die Besitzenden und ihre Idee von Eigentum zu stellen und auf unserer Seite, der der Mieter*innen, der Besitzlosen, der Wohnungslosen zu kämpfen. Es ist auch Zeit sich gegen die Besetzung unserer Viertel zu wehren, gegen den Staat und eine Gesellschaft, die mitträgt, dass Menschen aufgrund rassistischer Zuschreibungen systematisch unterdrückt und ausgebeutet werden; die alle verjagen und ausschließen, die nicht in die Stadt der Reichen passen oder passen wollen. Es gibt keinen Grund das Bestehende zu verteidigen und sich auf die Seite der Profiteure des kapitalistischen Systems zu stellen. Aber es gibt genug Gründe sich gemeinsam gegen Staat und Kapital, gegen Autoritäten und ihre Verteidiger*innen zu organisieren und zu rebellieren, um für die Prinzipien der Selbstorganisierung, gegenseitigen Hilfe, der Solidarität und ein Leben in Freiheit und Würde zu kämpfen. In diesen Kontext stellen wir die Verteidigung der Rigaer94.

    Die Rigaer 94

    Für uns ist dieses Haus der Ort, an dem wir uns im Kollektiv zu leben und auch zu kämpfen entschieden haben. Es ist Organisationsort der verschiedenen Kämpfe, in die wir uns über die Jahre – auch international – eingebracht haben. Als Teil des immernoch vorhandenen Widerstandes in dieser Stadt. Gegen den Polizeistaat und die mit ihm verbundene Transformation von Teilen der Stadt in sogenannte “Gefahrengebiete”, in denen Bullen Menschen belästigen, kontrollieren und jagen. Gegen die Gentrifizierung, steigende Mieten, Immobilienprojekte, die Zerstörung öffentlichen Raumes und Verdrängung. Gegen soziale Vereinsamung, Egoismus und die Erzählung von “jede*r für sich”.

    Ganz im Gegenteil stehen wir für Selbstorganisierung, gegenseitige Hilfe und Solidarität ein. Dafür unser Leben in die eigenen Hände zu nehmen und uns gegen die ständige Bevormundung von Oben zu verteidigen. Für das Experiment selbstverwalteter Orte, Orte des Kampfes und des Lebens in einer Gemeinschaft, ohne autoritäre und patriarchale Unterdrückungsmechanismen.Die Kadterschmiede und der Jugendclub Keimzelle sind Treffpunkte, die es uns ermöglichen im Austausch zu bleiben, auch wenn das soziale Leben eingefroren werden soll.

    Der Angriff auf die Rigaer 94

    Für den 17. und 18. Juni stellen sich, neben dem angeblichen Hausverwalter Luschnat, den “Anwälten” Bernau und von Aretin, sowie einem von ihnen berufenen Brandschutzgutachter, die Bullen auf, um einen weiteren Angriff auf unser Haus zu unternehmen. Als rechtliche Grundlage werden sie dafür eine Duldungsanordnung des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg benutzen, die alle Bewohner*innen dazu verpflichten soll, der “Begehung zur Begutachtung des Brandschutzes” in allen Wohnungen und Räumen zuzustimmen. Dass es sich aber um eine “einfache Brandschutzüberprüfung” handeln soll, ist unwahrscheinlich, da allen Beteiligten klar ist, dass wir dieses Haus in den letzten Monaten mit der Hilfe von Freund*innen zum wahrscheinlich brandsichersten Haus der Stadt gemacht haben. Die 500.000€ für die im März angeforderten Hundertschaften aus anderen Bundesländern sprechen dafür, dass der Einsatz über einen längeren Zeitraum geplant war und sein wird. Möglich ist also, dass die Bullen in den Tagen vor dem 17. und 18. Juni eine “Rote Zone” errichten werden, um unser Haus am 17. Juni stürmen, die Nachbarhäuser besetzen und die von uns eingebauten Brandschutztüren, Wände und weitere elementare Einrichtungen des Hauses zerstören zu können. Vielleicht wollen Bernau, Luschnat und Co. danach die “Unbewohnbarkeit” des Hauses feststellen, besetzte und seit Jahren bis zu Jahrzehnten bewohnte Wohnungen räumen und geschützt durch Bullen und Sicherheitsfirma, mit Bauarbeitertrupps weiter zerstören, was wir uns aufgebaut haben. Das wäre ein Szenario ähnlich dem Räumungsversuch im Sommer 2016.

    Die Parteien des rot-rot-grünen Senats, allen voran Innensenator Geisel für die SPD, fühlen sich durch Wahlkampf und juristische Vorgeplänkel nun ermutigt genug, das zu wagen, an dem sich schon vorher der Eine oder Andere seine politische Karriere verbaut hat: Eine Brandschutzbegehung zum Zwecke der Aufklärung, eine schleichende Räumung durch die Besetzung eines ganzen Viertels und unseres Hauses oder das Setzen auf den großen Schock einer plötzlichen Räumung. Wir können nicht vorhersagen, was genau davon passieren wird und spekulieren deswegen nicht weiter. Denn alle Möglichkeiten führen zu einem Punkt: Die Rigaer94 wird angegriffen, mit dem Ziel uns zu zerstören. Der Tag der Eskalation ist für uns TagX. Darauf werden wir entsprechend reagieren. Bis dahin werden wir aber nicht Abwarten. Nicht hoffen auf den Erfolg der juristischen Nebenschauplätze. Nicht tatenlos zusehen, wenn sie unsere Selbstorganisation einmal mehr bedrohen.

    Zusammen kämpfen

    Das Jahr 2020 war in vielerlei Hinsicht ein besonderes, aber insgesamt auch kein besseres oder schlechteres als die Jahre davor. Der kapitalistische Normalzustand wurde im Rahmen der Corona-Pandemie, mit weiteren autoritären Maßnahmen gestützt und wir alle hatten Schwierigkeiten uns in dieser neuen Situation, mit Kontakt- und Ausgangssperren, aber auch einer verständlichen Verunsicherung im Umgang mit den gesundheitlichen Fragen der Pandemie, zurechtzufinden. Wenn wir jetzt eure Solidarität einfordern, um die Rigaer 94, die viel mehr als einfach nur “unser Haus” ist zu verteidigen, dann tun wir das nicht, weil wir wollen, dass ihr für uns kämpft. Wir wollen mit euch zusammen kämpfen. Wir wollen, mit euch unsere Kämpfe an den verschiedenen Orten dieser Stadt und darüber hinaus intensivieren! Wir wollen Teil der verschiedenen Kämpfe sein und dass sie auch durch dieses Haus ihren Ausdruck finden können.

    Wir denken, dass wir konkrete Orte brauchen, an denen wir uns kennenlernen und organisieren können. Nach den Räumungen von Syndikat, Liebig 34, der Rummelsburger Bucht, der Meuterei, der Verdrängung von Potse&Drugstore und der akuten Bedrohung der Köpi müssen wir deshalb verbleibende kämpfende Orte in dieser Stadt mit all unseren Mitteln verteidigen. Das sind wir uns selbst, unseren Ideen und denen, die vor uns und mit uns gekämpft haben, schuldig.

    Ein Feuer entzünden

    Aber wieso jetzt angreifen, wieso jetzt das Risiko wagen, wieso jetzt Gefahr laufen, ein weiteres Mal überrollt zu werden? 2020 und 2021 waren nicht nur das Jahr von Pandemie und generalisierten Ausnahmezuständen, sondern auch von Aufständen und Revolten, größeren und kleineren Momenten, in denen die Verwundbarkeit dieser Welt zum Vorschein kam. Der Staat wird von verschiedenen Seiten in Bedrängnis gebracht. In Berlin organisierte ein von migrantischen Gruppen geprägtes Bündnis die Demo zum 1. Mai, die sich zum ersten Mal seit langem wieder als kämpferisch bezeichnen darf. Nicht nur in Neukölln, auch in Kreuzberg oder Schöneberg gibt es Menschen in den Kiezen, die sich nicht länger von den Bullen schikanieren lassen. In den Parks rebellieren vor allem Jugendliche gegen den autoritären Staat, der ihnen die Freizeit, das Sammeln von Erfahrungen außerhalb der gesellschaftlichen Normen, d.h. ihren eigenen Ausdruck zu verbieten versucht. Die “Take Back The Night” Demo versammelte in diesem Jahr 3000 FLINTA*, die sich ganz und gar nicht an die auferlegten Regeln der Bullen hielten. Nach dem Kippen des Mietendeckels zogen mehrere zehntausend wütende Mieter*innen spontan durch Kreuzberg und trieben die überraschten und überforderten Bullen vor sich her. 2020 versammelten sich Hunderttausende auf dem Alexanderplatz, um die Wut über den rassistischen Mord an George Floyd zu teilen.

    Noch viel sichtbarer brennt es international: gegen rassistische Polizeigewalt in den USA, in feministischen Kämpfen in Mexiko, in Kolumbien, in Chile, in Malaysia, im Libanon und in Algerien … Sogar unvollständig zeigt diese Liste, dass es mit Sicherheit schlechtere Momente gab, um dazu beizutragen, diese Welt zu verändern und unsere Utopie von Freiheit zu verwirklichen. Vielleicht gab es aber auch selten bessere Momente oder wer von uns kann sich noch an einschneidendere Veränderungen erinnern, als die des letzten Jahres? Wir sind davon überzeugt: Lasst uns ein weiteres Feuer entzünden und es schüren!

    Den Konflikt suchen

    Es ist uns nicht wichtig, dass wir zu jeder Zeit dieselben Schwerpunkte haben oder dieselben Mittel einsetzen, um unsere Ideen zu verwirklichen und unseren Träumen Leben einzuhauchen. Viel eher wollen wir uns – mit diesem Haus – an den Kämpfen gegen das kapitalistische, patriarchale und rassistische System und für eine Welt frei von Herrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung beteiligen und dabei, an ihnen, über uns selbst hinauswachsen.

    Konkret heißt das für uns die kommenden Tage und Wochen dafür zu nutzen, den Konflikt mit dem Bestehenden aktiv zu suchen. Wir nehmen den Angriff auf die selbstorganisierten Strukturen dieser Stadt ernst und stellen in Frage, ob unsere Feinde bereit sind, den Preis für das von ihnen angestrebte Ziel – die Zerstörung der Rigaer 94 – zu bezahlen. Wir werden nicht zahm hinter den Hamburger Gittern einer zu erwartenden “Roten Zone” im Nordkiez warten, bis auch der allerletzte Presse- oder Nazischmutz in unserem Haus spazieren geführt wurde. Immer wieder, zuletzt im März, wurde uns klar, dass juristische Geplänkel und administratives Hin-und-Her uns nicht weiterbringen. Vielmehr sind wir in die von ihnen gestellte Falle getappt und haben uns, entgegen unserer politischen Überzeugung, teilweise befrieden lassen.

    Auch deshalb werden wir nun dafür sorgen, dass der 17. Juni nicht der Anfang vom Ende dieses Hauses, sondern ein weiterer Schritt unser aller Selbstorganisierung wird. Wir wollen mit euch ein Szenario des Gegenangriffs erschaffen, das alljene empfindlich treffen wird, die direkt oder indirekt von diesem System der alltäglichen Verdrängung profitieren und es deswegen aufrecht erhalten.

    Wir rufen euch auf den Angriff auf die alltägliche Ordnung der Stadt der Reichen zu unternehmen und zu intensivieren! Ob mit euren Stimmen oder Körpern, Farben, lautstark oder leise, mit Stein, Hammer oder Feuer – lasst uns dieser verkauften Stadt zeigen, dass wir uns entschieden haben, auf welcher Seite wir stehen. Öffentlich, am hellichten Tag oder verschwiegen in den noch übergebliebenen dunklen Ecken dieser Stadt. Zeigen wir einander, dass Zärtlichkeit, Solidarität, Autonomie und Selbstorganisierung keine hohlen Phrasen sind, sondern der Schlüssel zu unserer Freiheit, an dem wir täglich feilen. Lasst uns den Konflikt gegen Immobilienfirmen und Spekulant*innen, dynamische Start-Ups und ihre treuen Anhänger*innen, Bullen, städtische und staatliche Stellen in unseren Vierteln und darüber hinaus verschärfen und Position beziehen.

    Wenn sie versuchen uns zu brechen, werden wir explodieren!

    Die Stadt der Reichen angreifen! Auf einen heißen Sommer!

    Rigaer 94

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